Zunächst ist zu bedenken, dass Elektrorollstühle individuell auf die Bedürfnisse der Nutzer zugeschnitten sind und die Anforderungen jedes Nutzers unterschiedlich sind. Aus Nutzersicht ist eine umfassende und detaillierte Bewertung erforderlich, die Körperwahrnehmung, grundlegende Daten wie Größe und Gewicht, tägliche Bedürfnisse, Nutzungsumgebung und besondere Umgebungsfaktoren berücksichtigt, um eine effektive Auswahl zu treffen. Diese Auswahl sollte schrittweise reduziert werden, bis der passende Elektrorollstuhl gefunden ist.
Die Auswahlkriterien für einen Elektrorollstuhl ähneln im Wesentlichen denen eines herkömmlichen Rollstuhls. Bei der Wahl der Rückenlehnenhöhe und Sitzbreite empfiehlt sich folgende Vorgehensweise: Der Benutzer sitzt im Elektrorollstuhl, die Knie sind nicht gebeugt und die Waden hängen natürlich herunter (ein rechter Winkel von ca. 90° ist optimal). Die passende Sitzbreite entspricht der breitesten Stelle des Gesäßes plus 1–2 cm links und rechts.
Sitzt der Benutzer mit leicht angezogenen Knien, sind die Beine angewinkelt, was auf Dauer sehr unbequem ist. Ist der Stuhl hingegen zu schmal, wirkt das Sitzen beengt und breit, was bei längerem Sitzen zu Wirbelsäulenverformungen und anderen Folgeschäden führen kann.
Auch das Gewicht des Nutzers sollte berücksichtigt werden. Bei geringem Gewicht ist die Fahrumgebung ruhig und der bürstenlose Motor kostengünstig; bei hohem Gewicht hingegen sind die Straßenverhältnisse ungünstig und längere Fahrten erforderlich, weshalb ein Schneckengetriebemotor (Bürstenmotor) empfehlenswert ist.
Die einfachste Methode, die Motorleistung zu testen, ist eine Steigungsprüfung, um festzustellen, ob der Motor leicht oder nur schwer arbeitet. Vermeiden Sie Motoren, die für kleine Pferdewagen geeignet sind, da diese später häufig Probleme bereiten. Bei häufigen Bergstrecken empfiehlt sich ein Schneckenmotor.
Die Akkulaufzeit des Elektrorollstuhls ist für viele Nutzer ein wichtiges Thema. Es ist wichtig, die Eigenschaften des Akkus und seine Amperestunden-Kapazität (Ah) zu kennen. Wenn die Produktbeschreibung eine Reichweite von etwa 25 Kilometern angibt, empfiehlt es sich, eher mit 20 Kilometern zu rechnen, da sich Test- und tatsächliche Einsatzbedingungen unterscheiden. Beispielsweise ist die Akkulaufzeit im Norden im Winter geringer. Vermeiden Sie es daher, den Elektrorollstuhl in der kalten Jahreszeit außerhalb des Hauses zu benutzen, da dies zu erheblichen und irreparablen Schäden am Akku führen kann.
Im Allgemeinen beträgt die Batteriekapazität und die Reichweite in Ah etwa:
- 6AH Ausdauer 8-10km
- 12AH Ausdauer 15-20km
- 20AH Reichweite 30-35 km
- 40AH Reichweite 60-70 km
Die Batterielebensdauer hängt von der Batteriequalität, dem Gewicht des Elektrorollstuhls, dem Gewicht des Benutzers und den Straßenverhältnissen ab.
Gemäß den Artikeln 22–24 zu den Beschränkungen für Elektrorollstühle in Anhang A der „Luftbeförderungsvorschriften für Passagiere und Besatzungsmitglieder, die Gefahrgut befördern“, herausgegeben von der chinesischen Zivilluftfahrtbehörde am 27. März 2018, darf die Kapazität der herausnehmbaren Lithiumbatterie 300 Wh nicht überschreiten. Es darf maximal eine Ersatzbatterie mit einer Kapazität von maximal 300 Wh oder zwei Ersatzbatterien mit jeweils maximal 160 Wh mitgeführt werden. Wenn die Ausgangsspannung des Elektrorollstuhls 24 V beträgt und die Batterien 6 Ah bzw. 12 Ah haben, entsprechen beide Lithiumbatterien den Vorschriften der chinesischen Zivilluftfahrtbehörde.
Bleiakkumulatoren sind an Bord nicht erlaubt.
Freundlicher Hinweis: Wenn Passagiere elektrische Rollstühle im Flugzeug mitführen müssen, wird empfohlen, sich vor Abflug bei der jeweiligen Fluggesellschaft über deren Bestimmungen zu informieren und je nach Einsatzszenario unterschiedliche Batteriekonfigurationen auszuwählen.
Formel: Energie WH = Spannung V * Kapazität AH
Es ist wichtig, auch die Gesamtbreite des Elektrorollstuhls zu beachten. Die Türöffnung mancher Haushalte ist relativ schmal. Daher sollte man die Breite messen und einen Elektrorollstuhl wählen, der ein problemloses Ein- und Aussteigen ermöglicht. Die meisten Elektrorollstühle sind zwischen 55 und 63 cm breit, einige jedoch auch breiter als 63 cm.
Im heutigen Zeitalter der Markenflut betreiben viele Händler OEM-Produktion (OEM) für diverse Hersteller, passen Konfigurationen an, betreiben Teleshopping und Online-Shops, um in der Hochsaison schnell viel Geld zu verdienen. Wer langfristig eine Marke etablieren möchte, kann sich nicht auf die aktuell gefragten Produkte konzentrieren, und der Kundendienst ist in der Regel unzureichend. Daher empfiehlt es sich bei der Wahl eines Elektrorollstuhls, möglichst auf etablierte und bekannte Marken zu setzen, um im Problemfall schnell Hilfe zu erhalten.
Beim Kauf eines Produkts sollten Sie die Gebrauchsanweisung sorgfältig lesen und prüfen, ob die Marke auf dem Produktetikett mit der des Herstellers übereinstimmt. Stimmt die Marke nicht mit der des Herstellers überein, handelt es sich um ein OEM-Produkt.
Zum Schluss noch ein Wort zur Garantiezeit. Die meisten Fahrzeuge haben eine einjährige Garantie, darüber hinaus gibt es separate Garantien. Die Steuerung hat üblicherweise ein Jahr Garantie, der Motor ebenfalls, und die Batterie sechs bis zwölf Monate.
Manche Händler bieten auch längere Garantiezeiten an und halten sich an die Garantiebestimmungen im Handbuch. Zu beachten ist, dass die Garantien mancher Marken auf dem Herstellungsdatum, andere hingegen auf dem Verkaufsdatum basieren.
Beim Kauf sollten Sie möglichst ein Produktionsdatum wählen, das näher am Kaufdatum liegt, da die meistenBatterien für ElektrorollstühleDie Batterien sind direkt am Elektrorollstuhl montiert und in einem versiegelten Gehäuse aufbewahrt und können nicht separat gewartet werden. Wird die Batterie längere Zeit nicht gelagert, kann sich dies auf ihre Lebensdauer auswirken.
Batteriewartungspunkte
Wer schon länger einen Elektrorollstuhl benutzt, bemerkt vielleicht, dass die Akkulaufzeit allmählich abnimmt und der Akku bei genauerer Betrachtung aufgebläht ist. Entweder ist er leer, obwohl er voll aufgeladen ist, oder er lädt nicht vollständig, obwohl er voll geladen ist. Keine Sorge, heute erkläre ich Ihnen, wie Sie den Akku richtig pflegen.
1. Laden Sie den Elektrorollstuhl nicht sofort nach längerem Gebrauch auf.
Während der Fahrt erhitzt sich der Akku des Elektrorollstuhls. Zusätzlich zur Hitze kann die Akkutemperatur sogar bis zu 70 °C erreichen. Solange der Akku noch nicht auf Umgebungstemperatur abgekühlt ist, lädt sich der Elektrorollstuhl beim Anhalten sofort auf, was das Problem verschärft. Flüssigkeitsmangel im Akku verkürzt dessen Lebensdauer und erhöht das Risiko von Ladefehlern.
Es wird empfohlen, das Elektrofahrzeug vor dem Aufladen mindestens eine halbe Stunde lang abzustellen und den Akku abkühlen zu lassen. Sollten Akku und Motor während der Fahrt ungewöhnlich heiß werden, wenden Sie sich bitte umgehend an eine Fachwerkstatt für Elektrorollstühle zur Überprüfung und Wartung.
2. Laden Sie Ihren Elektrorollstuhl nicht in der Sonne auf.
Der Akku erwärmt sich während des Ladevorgangs. Direkte Sonneneinstrahlung führt außerdem zu Wasserverlust und kann zu einer Aufblähung des Akkus führen. Laden Sie den Akku daher möglichst im Schatten oder abends.
3. Verwenden Sie das Ladegerät nicht zum Aufladen des Elektrorollstuhls.
Die Verwendung eines ungeeigneten Ladegeräts zum Laden des Elektrorollstuhls kann zu Schäden am Ladegerät oder am Akku führen. Beispielsweise kann das Laden eines kleinen Akkus mit einem Ladegerät mit hohem Ausgangsstrom leicht eine Überladung des Akkus verursachen.
Es wird empfohlen, zu einem/einerprofessioneller ElektrorollstuhlDie Kundendienstwerkstatt tauscht das Ladegerät gegen ein passendes, hochwertiges Markenprodukt aus, um die Ladequalität zu gewährleisten und die Lebensdauer des Akkus zu verlängern.
4. Laden Sie das Gerät nicht über längere Zeit oder gar die ganze Nacht auf.
Viele Nutzer von Elektrorollstühlen laden ihren Rollstuhl aus Bequemlichkeit oft über Nacht auf, wobei die Ladezeit häufig 12 Stunden überschreitet. Manchmal vergessen sie sogar, den Strom abzuschalten und lassen ihn über 20 Stunden angeschlossen, was unweigerlich zu erheblichen Schäden am Akku führt. Häufiges, langes Laden kann leicht zu einer Überladung des Akkus führen. Normalerweise lässt sich ein Elektrorollstuhl mit einem passenden Ladegerät in 8 Stunden vollständig aufladen.
5. Die Schnellladestation nur selten zum Laden des Akkus verwenden.
Versuchen Sie, den Akku des Elektrorollstuhls vor Reiseantritt vollständig aufzuladen, und richten Sie sich nach der tatsächlichen Reichweite des Elektrorollstuhls, ob Sie für längere Strecken öffentliche Verkehrsmittel nutzen können.
Viele Städte verfügen über Schnellladestationen. Das Laden mit hohem Strom an Schnellladestationen kann jedoch leicht zu Wasserverlust und Aufblähung des Akkus führen und somit dessen Lebensdauer beeinträchtigen. Daher ist es wichtig, die Anzahl der Ladevorgänge an Schnellladestationen zu minimieren.
Veröffentlichungsdatum: 20. September 2022

